„Wer tanzt dann mit mir?“ von Renate Perfahl

„Wer tanzt dann mit mir?

Sternenklare Winternacht, blass leuchtet der schneebedeckte Weg; leise knirscht der hartgefrorene Weg unter meinen Füßen. Der Fluss ist spiegelglatt und schwarz. Laternen und Sterne spiegeln sich darin. Daneben die weißen Silhouetten der schlafenden Schwäne.
Ab und zu schnattert leise eine Duckente.
Stille,
atmende Stille des Waldes.
Ich gehe ehrfürchtig, leise, um diese Ruhe nicht zu stören,
gehe ohne Ziel, einfach gehen,
zerstäuben in der fließenden Gleichmäßigkeit des Waldes.
Den Baum, die Rinde umarmen,
lebendiges Fließen an meiner Wange.
Der Geruch von Harz, Schnee und nasser Erde durchdringen mich,
hinlegen,
schlafen,
eins sein mit dieser angenehmen Einsamkeit.
Geborgen und getröstet sein,
Ursprung und Ende alles Seins.
Wann kommen die ersten Schwalben?
Wenn es noch welche gibt?
Wenn nicht alles zerstört ist,
tot, ohne Liebe und Lachen.
Wer tanzt dann mit mir?

P
R

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