Was Sie schon immer über Wald und Wiese wissen wollten

Eine vielfältige Landschaft ist ausschlaggebend für eine stabile Land- und Forstwirtschaft.

Der Baum ist ein Sinnbild für den Klimaschutz – die Bedeutung der Wiese wird oft unterschätzt.

Keine Frage, der Wald hat ein massives Problem mit dem Klimawandel . Die Fichten auf falschen Standorten und in Monokulturen leiden unter Trockenheit, verschiedene Laubhölzer unter eingeschleppten Schädlingen und Krankheiten.

Österreich hat seit Jahrzehnten einen Zuwachs an Waldfläche – immer mehr landwirtschaftlich genutzte Fläche, insbesondere Grünland wird aus der Nutzung genommen. Und das ist durchaus klimarelevant, weil genutztes Grünland deutlich mehr CO2 bindet als Wald. Wir sollten daher der sehr komplexen Agrarpolitik mehr Augenmerk widmen:

Vorzug für saisonale Ernährung, lokal produziert. Ausländische Nahrungsmittel sollten als Luxus möglich sein und so gesehen werden.

Extensivere Tierhaltung, damit wir keine ausländischen Futtermittel ( Soja, Palmöl = Regenwaldzerstörung ) brauchen, aber nicht nur vegetarisch oder vegan uns ernähren, weil Grünland nur über den Wiederkäuer verwertet werden kann. Wenn wir nämlich Grünland in Acker verwandeln, steigt der CO2 Ausstoß, weil jede Bodenbewegung zu CO2 Ausstoß führt.


Diesen Umbau der Landwirtschaft können wir aber nicht einfach den Bauern aufbürden. Das muss gesellschaftlich diskutiert und auch bezahlt werden: Lebensmittel müssen wieder einen Wert bekommen!

Ferdinand Bergthaler