Schiffslände – Die Erste, Zweite und Dritte!

Schiffslände die Erste – Das Pferd von hinten aufgezäumt

Viele stört die „Gstettn“ im Bereich der Schiffslände um das ehemalige Parkhotel. Wir plädieren für eine wohl überlegte Vorgangsweise bei der Verwertung des rund 12000 m2 großen Grundstückes.

Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung am 16 Februar 2017 den Ankauf der Gründe um das ehemalige Parkhotel zu einem Quadratmeterpreis von 614,- € beschlossen. Wir von den Grünen haben dagegen gestimmt. Die B.I.G. hat sich der Stimme enthalten.

Bevor man ein Grundstück kauft, soll man wissen, was man mit dem Grundstück anfangen will. Als nächster Schritt soll man sich klar sein, zu welchem Preis man das Grundstück für den beabsichtigten Verwendungszweck verkaufen oder verwerten kann. Dabei sind eine Reihe von Kosten (Grunderwerbssteuer, Verfahrenskosten, Kreditzinsen, Erschließungskosten, Planungskosten, Verwaltungsaufwand, …) einzurechnen. Zudem ist die Baulandeignung durch Geogene Risikozonen eingeschränkt. Ein kostendeckender Verkaufspreis wird dann deutlich über den 614,- € liegen.

Unser Gegenantrag, der Gemeinderat möge beschließen, den Kauf der Liegenschaften hintanzustellen, bis ein Nutzungskonzept und die Wirtschaftlichkeit geklärt ist, wurde abgelehnt. Obwohl wir im Bereich der Schiffslände das Potential für ein Stadtentwicklungsprojekt durchaus anerkennen, sind wir in großer Sorge, dass sich die Gemeinde auf ein finanzielles Abenteuer einlässt und andere wichtige Projekte, wie die Sanierung des Rathausplatzes, auf Eis gelegt werden.

Otto Kienesberger

 


Schiffslände die Zweite – Die Katze im Sack

Die Grünen Gmunden haben sich immer für ein Hotel am Standort des ehemaligen Parkhotels eingesetzt. Durch die hohen Grundkosten schätzen wir die Chancen einer Umsetzung jedoch als gering ein.

Wir sehen nach wie vor das Areal des ehemaligen Parkhotels als den logischen Hotelstandort. Nach dem Beschluss des Gemeinderates in der Sitzung vom 16. Februar 2017, das Grundstück um 614,- € pro m2 zu kaufen, sehen wir die Chancen für einen Hotelbau als relativ gering an. Nach Erfahrungswerten darf der Grundanteil 15 % der Gesamtsumme nicht überschreiten. Wenn es Asamer bei einem Kaufpreis des Grundstückes am Seebahnhof mit 128,- € nicht geschafft hat, einen Investor zu finden, wie soll es die Gemeinde bei dem wesentlich höheren Kaufpreis schaffen? Ob das Land OÖ hohe Förderungen in Aussicht stellt, wenn beim Landschloss im Zusammenhang mit dem Kongresszentrum ebenfalls ein Hotel im Gespräch ist, scheint uns mehr als fraglich.

So sehr wir uns ein Hotel auf diesem Standort wünschen, die Chancen für eine Realisierung schätzen wir gering ein. Wir hätten uns vor dem Kauf eine Kalkulation gewünscht. Ist Gmunden drauf und dran, die Katze im Sack zu kaufen?

Otto Kienesberger

 


Schiffslände die Dritte – Das Banken Hilfspaket

Die Grünen Gmunden (im Bild Fraktionsobmann Josef Sperrer) haben sich immer für einen freien Seebahnhof und für ein Hotel am Areal des ehemaligen Parkhotels ausgesprochen. Doch bei den hohen Grundkosten und den zu erwartenden Nebenkosten stellt sich die Frage, ob der Kauf des Areals zu Lasten der Steuerzahler geht?

 

 

Die Debatte über das Seebahnhofgelände bzw. das Parkhotelareal ist eine sich mittlerweile über viele Jahre ziehende. Viele haben den Stil und vor allem die Heftigkeit, mit der diese Debatte geführt wurde, aufmerksam miterlebt.

Derzeit ist die Stadtgemeinde Gmunden Eigentümerin des Seebahnhofareals. Die Bebauungsmöglichkeiten am Parkhotelareal sind durch den rechtsgültigen Bebauungsplan sehr eingeschränkt. Die derzeitige Situation gibt den Gläubigern der Asamergruppe nur wenig Spielraum und bindet deren Mittel. Der von Bürgermeister Stefan Krapf fixierte Deal in der Höhe von € 7,6 Mio. befreit die Raiffeisenbank aus dieser Zwickmühle, und zwar auf Kosten der Steuerzahler.

Die Grünen Gmunden haben diesem Banken-Hilfspaket nicht zugestimmt.

Josef Sperrer