Kammerhofers Pressedienst: Offener Brief an GR Otto Kienesberger (GRÜNE)…

 

….nach seiner Antwort an eine Bürgerin die offensichtlich letzten Donnerstag einer nicht klar deklarierten Veranstaltung beiwohnte.

KarlKammerhofer2011K3

Das blanke Grauen vor 500 Meter Schienen und Oberleitungen

oder war es doch ein 

Gottesdienst ?

 

Lieber Otto,

du sprichst mir aus der Seele. Aber Du vergisst eines – mit Gläubigen kann man keine Demokratie machen. Das geht nirgendwo. Die Wahrheit von Gläubigen – oder Halbwahrheit wie du geschrieben hast – ist immer absolut und duldet keinen Widerspruch. Das ist nicht so wie Deiner Veranstaltung der GRÜNEN zum Thema Straßenbahnen die du im gleichen Saal in der WKOÖ selbst vor ein paar Monate organisiert hattest. Da hatten auch Straßenbahngegner ihre Statements abgeben können. Bei Dir wurde niemanden das Wort entzogen, auch nicht verhöhnt ausgelacht (wie es dem S&H Betriebsrat passiert ist) oder niedergezischt/ausgebuht.

Letzten Donnerstag war das ganz anders. Letzten Donnerstag wurde in der WKOÖ wahrlich ein Gottesdienst zelebriert. Das war keine politische Veranstaltung einer kommenden wahlwerbenden Partei sondern ein Gottesdienst von unduldsamen Gläubigen, welche die 500 Meter Schienen und 500 Meter Oberleitungen das Werk des Luzifers halten. Dieser Lucifer hat einen bekannten Gmundner Namen. Dieser getarnte Teufel hat offensichtlich die Gehirne der öö Landesregierung und des örtlichen Gemeinderates vernebelt. Wie konnten sonst vier von fünf Parteien im Gmundner Germeinderat für Oberleitungen und Schienen stimmen wenn das wirklich Wahre doch auf fast abgasfreien Gummirädern und Stollenreifen fährt.

Natürlich ging es am Donnerstag nicht um Steuergeld für Straßenerweiterungen, Umfahrungen und gigantische Straßen-Untertunnelungen in neunstelliger Steuer – Millionenhöhe im Bezirk Gmunden der letzten paar Jahre. Es ging um zeitgemäße Infrastruktur-Investitionen die in der Innenstadt so oder so erfolgen muss. Da sind dann keine Blitzreparaturen unter Zeitdruck in der Innenstadt nötig wenn das Gas oder das Wasser wieder einmal entweicht oder gar die Brückenfundamente unterspült werden. Nein, es wird die Infrastruktur am Streckenabschnitt der Straßenbahn gleichzeitig nachhaltig und zeitgemäß erneuert. Das ist gut so für uns Gmundner und das ist gut so für uns Steuerzahler. Denn das spart (vor allem Gmunden) Geld. Das Ganze – sagt man in der Wirtschaftstheorie – ist nun mal wirtschaftlicher als die Summe der Teile. Das weiß schon der Wirtschaftsstudent im ersten Semester wenn er seine erste Seminararbeit schreiben muss.

Gläubige brauchen keine Wirtschaftsseminare, ihnen genügen Gottesdienste. Für sie ist alles klar und vor allem einfach. Sie wähnen sich auf der richtigen Seite. Auf der einen Seite ist das Werk des Lichtes und auf der anderen Seite das Werk der Finsternis. Hier der helle Klang von leisen Hybridbussen welche offensichtlich ohne Straßeninvestitionen und Steuermillionen auskommen und dort die Welt der metallenen Schienen und Oberleitungen die nur Steuermillionen verschlingen. Denn, in der Garagenauffahrt und in der Garage beim eigenen Haus gibt es für den Gläubigen auch keine teuren Schienen und Oberleitungen. Davon kann sich jeder selbst überzeugen.

Lieber Otto, aus dem Blickwinkel des Gläubigen und des Garagenbesitzers – der keine Schienen oder Oberleitungen braucht – liegst du falsch. Und noch etwas sei Dir gesagt, in einen Gottesdienst soll niemand hineinquatschen – sondern Du sollst künftig dort nur die Hände falten, den Predigern lauschen und die Goschn halten.

In diesem Sinne sonnige Grüße

Karl Kammerhofer (ehemaliger Religionslehrer im oö Landesdienst und darüber hinaus sehr erfolgreicher Absolvent der Berufsschule Mattighofen für Automechaniker)

 

Karl Kammerhofer

 

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